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Führerstand

Der Führerstand der BR 145/146 ist als Einheitsführerstand der neuen Bauform aufgebaut.


Abb.: Führertisch der BR 145 ohne Nahverkehrspaket                                            Foto: ABS (SAT)


Abb.: Führerstand 146 007
Foto: Gildo Scherf

Das Führerpult ist nach ergonomischen Maßstäben geformt und angeordnet worden.

Die Führerstände sind vollklimatisiert und es ist relativ viel freier Platz vorhanden.

Auf beiden Führerständen ist ein Thermofach zum Kühlen/Wärmen von Speisen vorhanden.

Der Unterschied zwischen der Baureihe 145 und der BR 146 sind die Führersitze und die Verriegelungen der Seitenfenster.

Während bei der BR 145 ein herkömmlicher Führersitz vorhanden ist, wurde bei der BR 146 mehr Wert auf Komfort für den Tf  gelegt.
Dieser Sitz ist an der HBL angeschlossen. Sitzhöhenverstellung und das Aufblasen bzw. Luftablassen der Lendenwirbelstütze erfolgen auf Knopfdruck. Längsverstellung der Sitzfläche und Verstellung der Rückenlehne erfolgen mittels Handverstellung. Dennoch, an den extrem komfortablen Sitz der BR 152 reicht der Sitz der BR 146 nicht heran.

Hersteller des Sitzes ist die Firma Möve.

Die Seitenfenster beider Baureihen unterscheiden sich in der Verriegelung. Diese gilt bis zur endgültigen Auslieferung auch für die 146 001.
Bei der BR 145 und der 146 001 werden die Fenster druckverriegelt durch einen zu drehenden Hebel, der das Fenster in die Druckschutzstellung bringt.

Bei der BR 146 sind die Fenster bereits durch das Hochschieben dicht und werden durch einen zusätzlichen Hebel, welcher gegen das Fenster drückt, druckertüchtigt.

Welches System für den Nahverkehr besser geeignet ist wird jeder für sich beurteilen müssen. Meiner Meinung nach waren die Verriegelungen der BR 145 besser, wenn auch nicht optimal. Aber wie gesagt, dass ist meine Meinung.

Beide Führerstände sind mit einem Druckschutz ausgerüstet, welcher vom Tf mittels eines Drehschalters eingeschaltet werden kann. Der Druckschutz wird vom Klimagerät realisiert. Dazu erforderlich sind die druckdichten Führerstände. Bei Zugbegegnungen und Tunnelfahrten entfallen nun die störenden Druckwellen für den Tf (Ohrendruck) indem Sensoren die äußeren Druckwellen erfassen und bei Erreichen der Grenzwerte die Druckschutzklappen in beiden Führerräumen geschlossen werden.

Als Heizungen sind eine Fußboden-, eine Fußnischen- und eine Gebläseheizung im Klimagerät vorhanden. Letztere bleibt bei Ausfall des Kälteteils funktionstüchtig.
Die Heizungen werden gespeist von der 200 V- Hilfsbetriebewicklung des Haupttrafos.

An der Führerraumrückwand des Führerstandes 1 befindet sich die "Batterieschalttafel". Auf ihr befinden sich die Schalter für ZWS, BO Zub, der Bremsartwechsel.


Foto: ABS (SAT)

Im Führerraum 2 sind nur die dort erforderlichen Schalter untergebracht.


Foto: ABS (SAT)

Die Scheibenwisch- und Waschanlage ist nicht mehr mit Druckluft sondern elektrisch betrieben wie bei den Baureihen 145, 185 und 152. Das bringt allerdings auch Nachteile mit sich. So ist der Druck der Scheibenwaschanlage aus meiner Sicht unzureichend, aber es gibt bereits Anzeichen für Änderungen, welche dringend erforderlich sind.

Weiterhin sind auf den Führerständen die Feuerlöscher (CO2) untergebracht.

Als Vergleich hier mal ein Führertisch der BR 185, über die ich wegen fehlender Ausbildung keine großartigen technischen Berichte abgeben möchte. Besonders auffallend der große rote Not- Aus- Taster, welcher nach Betätigung den Stromabnehmer senken läßt und eine Schnellbremsung ausführt. Weiterhin fällt auf, daß das MFA mit Geschwindigkeitsanzeige durch ein zusätzliches Display ersetzt wurde, auf welchem Geschwindigkeit und Fahr- und Bremskräfte angezeigt werden.


Foto: Gildo Scherf

Das herkömmliche Zugfunkgerät 90 wurde durch den analogen/ digitalen Europafunk ersetzt, welcher ebenfalls in Displayform erscheint. Sämtliche Schalterbeschriftungen sind durch Piktogramme ausgeführt, was durch den länderübergreifenden Einsatz erforderlich ist. Diese Piktogramme entsprechen weitgehend denen auf der BR 181. Demnächst sollen die Schalter und deren -abdeckungen nicht mehr in blau sondern wieder in schwarz ausgeführt sein.

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letzte Bearbeitung dieser Seite: 08.01.2003