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Erzeugen des Bremszylinderdruckes

Für jedes Drehgestell ist an der Bremsgerätetafel ein Modul "Druckübersetzer", also zwei,  vorhanden. Darauf befindet sich jeweils ein Druckübersetzer, welcher eigentlich nur ein Druckumsetzer heißen dürfte, da das Übersetzungsverhältnis 1:1 ist.


Darstellung: Fa. Knorr Bremse AG, geändert: Gildo Scherf

.4 Magnetventil Vorsteuerung
.5 Doppelrückschlagventil direkte - indirekte Bremse
.6 Druckumsetzer
.7 Absperrhahn Bremszylinder
.8 Druckwächter C- Druck
.10 Rückschlagventil Bremsluftbehälter - Hauptluftbehälter

Über das Rückschlagventil .10 werden die Bremsluftbehälter mit Druckluft versorgt. Gleichzeitig wird die HBL-Luft als Steuerluft zum Magnetventil "Vorsteuerung" geleitet.

Wird nun mit der direkten Bremse eingebremst, gelangt Steuerluft zum CvB zum Druckumsetzer. Dieser steuert nun entsprechend des Vorsteuerdruckes CvB Luft aus den Bremsluftbehältern R-Dü 1 und 2 in die Bremszylinder C ein.

Wird mit der indirekten Bremse eingebremst, ist statt CvB nun CvA die Vorsteuerluft.

Sind beide Bremsen eingesteuert, würde am Doppelrückschlagventil .5 der Größere der beiden Drücke den Weg zum Druckumsetzer finden und als Vorsteuerdruck genutzt werden.

Der Druckwächter .8 hat die Aufgabe, einen fehlerhaft anstehenden Bremszylinderdruck der Bremssteuerung zu melden. Diese gibt die Meldung an die Fahrsteuerung weiter. Diese bewirkt bei einer fehlerhaften indirekten Bremse eine Traktionssperre, welche durch einen Fahrschalterquittung vom Tf für 2 min unterdrückt werden kann. Bei einer fehlerhaft angelegten direkten Bremse erfolgt eine Zwangsbremsung.

Wird mit dem Führerbremsventil gekuppelt, also mit Bremssteller, eingebremst, führt die wirkende elektrische Bremse dazu, daß das Magnetventil Vorsteuerung an Spannung gebracht wird. Dieses sperrt die Vorsteuerluft der indirekten Bremse ab und entlüftet gleichzeitig die Leitung zum Druckumsetzer. Somit wirkt nur die elektrische Bremse und zwar über den ganzen Geschwindigkeitsbereich. Eine Druckluftergänzungsbremse analog der BR 143 ist nicht erforderlich. Sollte während des Bremsbetriebes die elektrische Bremse ausfallen, kommt das Magnetventil Vorsteuerung von Spannung und die Vorsteuerluft kann nun zum Druckumsetzer gelangen. Somit wird die Druckluftbremse wirksam.

Das genannte Modul ist wie bereits erwähnt jeweils einmal für jedes Drehgestell vorhanden.

Das Abschalten der Druckluftbremse eines Drehgestelles erfolgt mit dem Absperrhahn.7.

Wird an einem Modul der Absperrhahn Drehgestell geschlossen, erscheint eine Statusmeldung im Display "DG 1 aus" bzw. "DG 2 aus". Sind beide Drehgestelle abgesperrt erscheint die Meldung "DG 1/2" aus und es erfolgt eine Traktionssperre.

Die Ansteuerung der hohen Abbremsung erfolgt im Anpassmodul. Die Querschnittsverängung zur Realisierung der Bremsstellung G wird durch ein Magnetventil am Steuerventil umgesetzt.

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letzte Bearbeitung dieser Seite: 08.01.2003