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hohe/niedrige Abbremsung und Schlepphahn

Im sogenannten Anpassmodul wird der Luftpresser mittels eines e/p- Wandlers angefordert, erfolgt die Absperrung des Hauptluftbehälters beim Abstellen, ist der Schlepphahn untergebracht, erfolgt die Vorsteuerung des T- Druckes zur Umschaltung auf hohe Abbremsung und werden die Zwangsbremsungen ausgeführt, welche durch die Fahr- und Bremssteuerung ausgelöst werden.


Darstellung: Fa. Knorr Bremse AG, geändert: Gildo Scherf

.2 Zwangsbremsventil
.3 Magnetventil "Zwangsbremsung"
.4 Absperrhahn "manuell Aufsperren Hauptluftbehälter"
.5 Schlepphahn
.6 e/p- Wandler für Luftpresseranforderung
.7 Magnetventil "Aufsperren Hauptluftbehälter"
.8 Ventil "Aufsperren Hauptluftbehälter"
.10 Druckwächter "Hohe Abbremsung"
.11 Rückschlagventil zur Pfeife (Makrofon)
.12 Magnetventil "Hohe Abbremsung"

Die Anforderung des Luftpressers an die Hilfsbetriebesteuerung wird umgesetzt, indem der erfasste Druck am e/p- Wandler als Signal in die Bremssteuerung eingeht. Diese gibt dann je nach Bedarf die Anforderung an die Hilfsbetriebesteuerung ab. Gleichzeitig wird vom e/p- Wandler die Funktion des Ventils "Aufsperren Hauptluftbehälter" überwacht, indem er den Druckanstieg in der Hauptluftbehälterleitung beim Lauf des Luftpressers überwacht.

Mit Batterieeinschaltung wird das Magnetventil "Aufsperren Hauptluftbehälter" an Spannung gebracht. Dieses gibt eine Steuerluftleitung zum Ventil "Aufsperren Hauptluftbehälter", was durch die anstehende Luft öffnet. Sollte noch keine Luft vorhanden sein, so wird diese mit dem Luftpresser erzeugt und das Ventil öffnet später, wenn genügend Druckluft vorhanden ist.
Sollte der Druck im Hauptluftbehälter unter 7,5 bar sein, erhält der Tf eine Displaymeldung, daß er den Absperrhahn "Manuell Aufsperren" öffnen soll um so eine Umgehung zum möglicherweise defekten Ventil "Aufsperren" herzustellen. Diese Displaymeldung ist jedoch nur in dem Fall relevant, wo tatsächlich kein Druckanstieg im Hauptluftbehälter erfolgt, nicht jedoch beim Füllen von langen Zügen bzw. nach dem Aufrüsten, wenn das Tfz möglicherweise noch luftleer ist.

Weiterhin ist im Anpassmodul ein Schlepphahn vorhanden, welcher vom Tf beim Abschleppen durch ein Fahrzeug ohne Hauptluftbehälterleitung umgelegt wird. Der Schlepphahn  hat die Aufgabe, die HBL mit der HLL zu verbinden, wenn das Tfz durch ein Fahrzeug ohne Hauptluftbehälterleitung geschleppt wird. Das ist erforderlich, um die Bremsluftbehälter, von denen die Bremszylinder gespeist werden,  nun aus der HLL mit Luft zu versorgen um Druckluft zum Bremsen zur Verfügung zu haben.

Auf dem Anpassmodul ist weiterhin das Magnetventil "Hohe Abbremsung" untergebracht. Dieses zieht an, wenn auf dem Führerstand 1 der G-P-R- Schalter in die Bremsstellung R gedreht wird. Nun läßt er Druckluft aus der R- Versorgung R-KE des Steuerventils (siehe Steuerventil) als T-Druck zum Steuerventil Dieser Druck führt nun am Steuerventil zu einem höheren Vorsteuerdruck für die Druckübersetzer. Die Funktion des Magnetventils wird durch den Druckwächter "Hohe Abbremsung" überwacht. Erfolgt keine Belüftung der T- Leitung trotz Bremsartwechsel in R wird eine Störmeldung im Display ausgegeben. Ist die Belüftung in Ordnung, leuchtet der LM "Hohe Abbremsung" im MFA und die hohe Abbremsung ist mit einem Bremszylinderdruck von max. 4,4 bar wirksam.

Auch das Zwangsbremsventil ist auf dem Anpassmodul untergebracht. Dieses setzt die geforderten Zwangsbremsungen der Fahrzeugsteuerung um, indem die Leitung Ventil durch das Magnetventil "Zwangsbremsung" abgesperrt und entlüftet wird. Somit überwiegt an dem Ventil der Druck der HLL und das Ventil öffnet. Somit wird die HLL ins Freie entlüftet.
Mögliche Gründe für das Ansprechen des Zwangsbremsventils könnten z.B. sein:

Der letzt` genannte Grund bedarf  einer genaueren Erklärung ,da die Schaltung von den anderen Tfz abweicht.
Bei den BR`en 110, 111 und 112/143 mit LZB führt ein geschlossener Absperrhahn Indusi, trotz gewisser Unterschiede untereinander, zu einer Traktionssperre, wenn vom LZB- Rechner eine Zwangsbremsung gespeichert ist.
Bei der BR 146 liegt der Indusiabsperrhahn jedoch im Steuerkreis des Magnetventils "Zwangsbremsung". Ist der Indusiabsperrhahn geschlossen, wird bei v > 5km/h die Selbsthaltung zum Magnetventil "Zwangsbremsung" unterbrochen, was somit öffnet und Luft zum Zwangsbremsventil läßt. Dieses löst dann eine Zwangsbremsung aus. Der Einsatz der BR 146 mit geschlossenem Indusi- Absperrhahn ist nicht möglich, egal ob eine Indusi- Zwangsbremsung gespeichert ist, oder nicht.

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letzte Bearbeitung dieser Seite: 08.01.2003