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Steuerung indirekte Bremse


Darstellung: Fa. Knorr Bremse AG, geändert: Gildo Scherf

.2 Steuerventil
.3 A-Kammer
.10 Druckminderventil
.11 Rückschlagventile
.12 Absperren "R-Versorgung KE"

Das Steuerventil hat die Aufgabe, die Bremsen des Fahrzeuge entsprechend dem Druck in der Hauptluftleitung zu füllen (Anlegen) oder zu entleeren (Lösen). Bei der BR 146 kommt ein Steuerventil KEL2dK zum Einsatz. Dieses ist mit einem zweistufigen Umsetzer zur Realisierung des Bremsartwechsels P/R versehen. Die A- Kammer ist nicht am Steuerventil angeflanscht sondern befindet sich separat auf der Rückseite der Bremsgerätetafel.
Ein am Steuerventil angebrachter Magnet ist zur Umsetzung der Bremsstellung G vorhanden. In Bremsstellung G wird dieser erregt und vermindert so die Füll- und Lösezeiten der Druckluftbremse.

Hierzu eine schematische Darstellung zur Funktion des Steuerventils:


schematische Darstellung der Funktion des Steuerventiles zur Erklärung des Druckausgleiches (ohne R und G- Umschaltung) Darstellung: AM Grundlagen Bremse geändert: Gildo Scherf

Bei gefüllter Hauptluftleitung wird auch die A- Kammer mit dem Druck der HLL aufgefüllt.

Beim Bremsen wird der Druck der Hauptluftleitung abgesenkt. Damit überwiegt der Druck in der A- Kammer und der Kolbensatz wird nach oben verschoben. Damit wird der Luftweg aus den Bremsluftbehältern als Vorsteuerdruck zu den Druckübersetzern geleitet. Der Vorsteuerdruck wird nun als dritte Größe zum Vergleich oberhalb des Kolbensatzes herangezogen. Gleicht sich der Druck der HLL und der vorhandenen Vorsteuerluft mit dem Druck der A- Kammer aus, wird die Speisung der Vorsteuerluft unterbrochen.

Beim Lösen sind der Druck der HLL und der Vorsteuerluft größer als der Druck in der A- Kammer, so dass der Kolbensatz wieder nach unten gedrückt wird. Damit entweicht die Vorsteuerluft solange ins Freie, bis es wieder zum Druckausgleich kommt. Somit löst die Bremse aus.

Die Umschaltung auf Bremsstellumg G und R ist hier nicht dargestellt. Die Bremsstellung R wird durch den am Steuerventil angeflanschte Druckumsetzer eingestellt, indem die vom Steuerventil kommende Vorsteuerluft durch Beaufschlagung mit der T- Luft nochmals erhöht wird, so dass ein maximaler Bremszylinderdruck von 4,4 bar (Bremsstellung G und P 3,3 bar) eingestellt wird. Diese Hochabbremsung wirkt über den gesamten Geschwindigkeitsbereich, also auch im Stillstand, da das Tfz mit Scheibenbremsen ausgerüstet ist. Scheibenbremsen haben immer die gleiche Bremswirkung, deshalb ist keine geschwindigkeitsabhängige Umschaltung erforderlich.
In Bremsstellung G wird durch den Magneten der Querschnitt der Vorsteuerleitung verringert, womit die Luft langsamer zum Druckübersetzer gelangt. Somit verlängern sich die Füll- und Lösezeiten der Bremszylinder, entsprechend der Bremsstellung G.

Die Vorsteuerluft gelangt nun zu den Druckübersetzern. Diese sind genau dargestellt auch nur Druckumsetzer, da bei ihnen keine Änderung der Bremszylinderdrücke mehr erfolgt. Eine genaue Darstellung entnehmen Sie bitte der Beschreibung Druckübersetzer.

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letzte Bearbeitung dieser Seite: 08.01.2003