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Hilfsbetriebe (die einzelnen Hilfsbetriebe werden noch bearbeitet)

Bei der BR 146 ist, wie bei allen Neubau- Tfz die Hilfsbetriebesteuerung sehr wirtschaftlich ausgelegt. Die Hilfsbetriebe werden nur so angesteuert wie es für den Betrieb erforderlich ist. Bei den Tfz der älteren Generation liefen z.B. die Fahrmotorlüfter immer auf voller Drehzahl, obwohl es gar nicht unbedingt erforderlich war. Bei den Neubau- Tfz erfolgt die Versorgung nur entsprechend des Bedarfs, was natürlich auch dem Lärmschutz zuträglich ist.

Alle Hilfsbetriebemotoren sind Drehstrommotoren, welche durch die Hilfsbetriebeumrichter HBU versorgt werden.


Foto: Fa. Bombardier

Von diesen HBU`s sind auf der BR 146 zwei vorhanden. Die HBU´s sind an der 348 V- Hilfsbetriebewicklung des Haupttrafos angeschlossen.


Darstellung: Fa. Bombardier
Zwischen die beiden Eingangsphasen ist eine Filterbeschaltung mit Sicherung (125 A) geschaltet, welche einerseits die Eingangsspannung glättet und andererseits die HBU`s vor Überspannungen schützt. Die zweite Eingangsphase ist durch jeweils eine 500 A- Sicherung abgesichert. Im HBU wird die Eingangswechselspannung, ähnlich wie bei den Traktionsstromrichtern, durch zwei Zwei- Quadrantensteller in eine Gleichspannung von ca. 660 V umgewandelt und einem Gleichspannungszwischenkreis zur Verfügung gestellt. Dieser wiederum gibt seine Spannung an einen Pulswechselrichter ab, welcher die Gleichspannung in eine 3~ Wechselspannung, entsprechend der Anforderungswerte vom ISG, umwandelt und diese den angeschlossenen Hilfsbetrieben mit entsprechender Frequenz zur Verfügung stellt. Die Ausgangsspannung der HBU`s beträgt 460 V (+/- 23 V). Sämtliche Steuereinheiten sind in den HBU`s integriert.


Darstellung: Fa. Bombardier

Die HBU`s sind erdfrei ausgeführt. Um auftretende Erdschlüsse erkennen zu können wurde die Hilfsbetriebewicklung mit einer Mittelanzapfung ausgerüstet und über Widerstände und einen Leistungsschutzschalter LSS "Stromüberwachung" mit der Fahrzeugerdung verbunden. An die gleiche Phase wurde ein Relaisbaustein angeschlossen. Tritt nun ein Fehlerstrom auf, fließt ein Fehlerstrom über die Widerstände und den LSS, infolge dessen löst dieser aus. Nun fließt der Fehlerstrom über das Spannungsüberwachungsrelais. Dieses zieht an und gibt die Diagnosemeldung an das ISG und somit an den Tf aus. Eine Abschaltung der Hilfsbetriebe erfolgt nicht.

Die einzelnen Steuerungen entnehmen Sie bitte der Beschreibung HBU 1 bzw. 2

Die Drehstrommotoren der angeschlossenene Hilfsbetriebe sind durch Motorschutzschalter MSS geschützt, welche bei Überströmen und thermischer Überlastung ausschalten und eine Diagnosemeldung ausgeben.
Etwas anders verhält es sich mit den beiden Kühlturmlüftern, welche aufgrund ihrer großen Leistung nicht durch MSS geschützt werden können. Den Kurzschlußschutz übernimmt dort das ISG durch eine Strombegrenzungsregelung und es ist weiterhin ein thermisches Überstromrelais vorhanden. Sollte nun durch einen Kurzschluss oder einen festen Lüftermotor der Effektivstrom unzulässig lange überschritten sein, wird zuerst die Freigabe für den HBU 1 vom ISG zurückgenommen. Ist anschließend der Strom wieder normal, so ist der Kühlturmlüfter 1 defekt. Sollte der Strom aber erneut die Grenzen überschreiten, ist der Kühlturmlüfter 2 defekt. In diesem fall wird die Freigabe für den HBU 2 zurückgenommen und dem HBU 1die Freigabe wieder erteilt. Nach Ermittlung des gestörten Lüftermotors wird durch die HBU- Steuerung eine Abschaltung des entsprechenden Drehgestelles angefordert und die entsprechenden Diagnosemeldungen ausgegeben.

Die HBU sind so ausgelegt, daß beim Ausfall eines HBU`s der Andere dessen Aufgaben mit übernommen werden. Die nähere Beschreibung gibt es für diesen Fall hier.

Soweit zur Versorgung der Drehstrommotoren.

Als weitere Hilfsbetriebe müssen sämtliche Heizungen genannt werden. Das sind im Einzelnen:

Diese Einrichtungen sind an die Hilfsbetriebewicklung 201 V, an der sich auch das Batterieladegerät befindet, angeschlossen.


Darstellung: Fa. Bombardier

Der ganze Kreis wird über zwei Hauptsicherungen (315 A) im Abgang der Wicklung abgesichert. Weiterhin ist der Heizungskreis durch zwei 100 A- Sicherungen abgesichert. Das Batterieladegerät ist separat über zwei 125 A- Sicherungen abgesichert.


Darstellung: Fa. Bombardier

Sämtliche Heizungen (außer Sandrohrheizung) sind zusätzlich durch Leitungsschutzschalter LSS geschützt.

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letzte Bearbeitung dieser Seite: 08.01.2003