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mechanischer Teil BR 145/146

Der Lokkasten der BR 146 ist als selbsttragende geschweißte Einheit in Stahlbauweise ausgeführt.

Das Untergestell besteht aus zwei Seitenlangträgern, Mittellangträger, zwei Transformatorquerträgern, an denen auch die Zug- Druckstangen gelagert werden, zwei Hauptquerträgern in Drehgestellmitte zur Aufnahme der hochliegenden Sekundärfedern (Flexicoil) und zwei Hochstücken.

Die Seitenwände sind aus Stahlblechen und -profilen gefertigt.

Das Dach besteht aus drei abnehmbaren Dachhauben in die auch die Kühlluftführungen integriert sind. Nach Abnahme dieser Hauben ist der Maschinenraum von oben in voller Breite zugänglich, was sehr vorteilhaft bei einem Bauteiltausch ist.

Das Führerhaus ist ebenfalls in Stahlbauweise gefertigt.

Die Zug- und Stoßvorrichtungen entsprechen der Bauart der DB AG. Eine mögliche Nachrüstung mit einer automatischen Kupplung Z-AK ist gewährleistet. 

Die Drehgestelle bestehen aus zwei Längsträgern zur Aufnahme der Flexicoilfedern, einem Mittelquerträger zur Fahrmotorabstützung und zwei Kopfstücken zur Anlenkung der Zug- Druckstange (nur in Richtung Fahrzeugmitte) und Aufnahme der Bremszangeneinheiten der Radscheibenbremse.


Darstellung: vorläufige AM BR 146

Die Radsätze bestehen aus Monoblock- Radscheiben, zwei Radbremsscheiben pro Rad, der Radsatzwelle und dem Antrieb. Die Radlager sind als fettgeschmierte Zylinderrollenlager ausgeführt. Weiterhin sind pro Drehgestell je zwei Federspeichertöpfe der Federspeicherbremse untergebracht.

Die Zugkraftübertragung erfolgt über je eine Zug- Druckstange pro Drehgestell, deren Anordnung der Achsentlastung entgegenwirkt.

Der Antrieb ist als Hohlwellenantriebsvariante des Gealaif- (Gea= AEG, laif= Lokomotivantrieb mit integriertem Fahrmotor) Antriebes ausgeführt. (Bei der BR 145 (und vorübergehend 146 003 bis 007) kam noch die Gealaif-Tatzlagerausführung zum Einsatz.)
Beim Hohlwellenantrieb werden die Kräfte vom Großrad des Getriebes auf die Hohlwelle übertragen. Diese ist über Kardangelenke und Bolzen mit einem Rad verbunden. Von dort geht die Kraftübertragung über die Achswelle zum gegenüberliegenden Rad.

Darstellung: vorläufige AM BR 146
Dabei bilden der Drehstrom- Asynchron- Fahrmotor und das Getriebe eine kompakte in sich geschlossene Einheit. Der Asynchronmotor entspricht dem der Baureihen 145 und 185.

Foto: Fa. Bombardier
Der Hohlwellenantrieb ist als Gummigelenk- Kardanantrieb ausgeführt, d.h. vom Großrad des Getriebes wird das Drehmoment über Gelenkhebelkupplungen und eine Hohlwelle auf  den Radsatz übertragen. Die Hohlwelle wird über Gelenkhebel sowohl mit dem getriebeseitigen Gabelstern, als auch mit dem Radsatz verbunden.

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letzte Bearbeitung dieser Seite: 08.01.2003