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Stromversorgung 110 Volt der BR 185

Die Triebfahrzeuge der BR 185 verfügen, wie üblich, über ein 110 V- Bordnetz.

Zur Versorgung des Bordnetzes im nicht aufgerüsteten Zustand ist eine Batterie in zwei Batteriekästen im Untergestell vorhanden.

Die Batterien sind über zwei Batteriesicherungen abgesichert. Ein Abschmelzen dieser Sicherungen im aufgerüsteten Zustand führt jedoch nicht zum Abrüsten des Triebfahrzeuges wie bei den Baureihen 145 und 146 sondern zu einer Diagnosemeldung, welche es dem Tf ermöglicht das Triebfahrzeug gezielt anzuhalten um die Sicherungen zu wechseln. Die Batteriesicherungen sind übrigens die Einzigen, welche vom Tf gewechselt werden dürfen. Alle anderen Sicherungen sind dem Werkstattpersonal vorbehalten.

Im aufgerüsteten Zustand wird die Batterie über ein Batterieladegerät geladen. Dieses ist an die 200 V- Wicklung des Haupttransformators angeschlossen und wandelt die Wechselspannung in die Gleichspannung zum Laden um.
Das Ladegerät ist primärseitig mit einer 160 A- Sicherung abgesichert. Das Abschmelzen der Sicherung und die somit ausgefallene Batterieladung wird mittels Diagnoseausgabe dem Tf bekannt gegeben.  Eine Weiterfahrt ist für begrenzte Zeit mit einer Bordnetzversorgung aus der Batterie möglich.

Das Batterieladegerät hat zusätzlich die Aufgabe sowohl den Ladestrom als auch die Batterietemperatur zu überwachen. Bei Überschreitung der Grenzwerte erfolgt eine Abschaltung der Batterieladung.

Im Gegensatz zur BR 145/146 ist der auch bei der BR 185 vorhandene Fremdanschluss nicht nur zur Versorgung der Beleuchtung vorhanden, sondern über ihn wird im stationären Betrieb das Batterieladegerät versorgt, somit also die Batterien geladen.

Die Ladeüberwachung wird realisiert durch ein Über-/ Unterspannungsrelais und die Fahrzeugsteuerung. Dabei wird gleichzeitig die Batterie vor Tiefentladungen durch ausgefallenen Ladung geschützt.
Bei einer Unterspannung von < 95 V bzw. einer Überspannung von > 135 V sprechen die Relais an und schalten das Batterieladegerät ab.
Die Batterieunterspannung wird auch als Meldung im Display ausgegeben:

schematische Darstellung:


Darstellung: Fa. Bombardier (geändert: W.Wittsiepe)

Das Batterieschütz wird eingeschaltet mit Einlegen des Batteriehahnes. 

Es ist auch ersichtlich, daß vor dem Batterieschütz einige Verbraucher liegen, die ebenfalls aus der Batterie versorgt werden können:

Die genannten Verbraucher sind allerdings nicht ohne weiteres aktiv. So sind Diagnosedisplay und -system vor dem Batterieschütz angeordnet, da sonst das Ausschalten des Batteriehahnes ein nicht ordnungsgemäßes Herunterfahren der Rechner zur Folge hätte.

Der Gleitschutz ist wegen des Schleppverfahrens vor dem Schütz angeordnet, genauere Angaben dazu folgen bei der Beschreibung des Bremssystemes. Erstmal nur soviel, bei Ausschaltung des Batteriehahnes wird das Zwangsbremsventil geöffnet und die Hauptluftleitung vollständig entlüftet. Wird die Hauptluftleitung nun nicht wieder gefüllt (z.B. durch Schleppfahrzeug) schaltet der Gleitschutz nach ca. 15 min ab.

Auch die Maschinenraumbeleuchtung ist mit einer, von mir so genannten, Stromsparschaltung ausgerüstet. Ist der Batteriehahn ausgeschaltet, leuchten beim Einschalten der MR- Beleuchtung alle Leuchtstoffröhren, außer einer gegenüber der Batterieschalttafel. Diese leuchtet erst mit Einschaltung des Batteriehahnes und somit des Batterieschützes auf. Bei eingeschaltetem Batteriehahn schaltet die MR- Beleuchtung nach 15 min ab, bis auf diese eine Leuchtstoffröhre, welche zur Orientierung eingeschaltet bleibt. Wird der Batteriehahn beim Abrüsten ausgeschaltet erlischt diese Röhre. Vergißt man nun die MR- Beleuchtung auszuschalten, so schaltet diese selbstständig nach diesen 15 min ab und es kann daher keine Entladung der Batterie erfolgen.

Die Führerraumbeleuchtung muss nach wie vor manuell abgeschalten werden. Eine Sparschaltung wie bei der MR- Beleuchtung ist hier nicht vorhanden.

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letzte Bearbeitung dieser Seite: 05.01.2003